From Disclosure to the Cost of Capital
Weniger Berichtspflichten bedeuten nicht automatisch weniger Nachhaltigkeitsrisiken – oder günstigere Finanzierung.
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In meinem neuen Paper „From Disclosure to the Cost of Capital“, das in Zusammenarbeit mit The Digital Economist entstanden ist, untersuche ich, wie die europäische Nachhaltigkeitsregulierung Unternehmensstrategie, Finanzierung und die Verantwortung von Aufsichtsräten miteinander verbindet. Ein zentraler Gedanke: Auch wenn regulatorische Vereinfachungen Unternehmen von direkten Berichtspflichten entlasten, bleiben Nachhaltigkeitsrisiken für Banken und Investoren relevant. Sie können sich auf Kreditentscheidungen, Finanzierungskonditionen und den Zugang zu Kapital auswirken.
Für Aufsichtsräte und Unternehmensleitungen reicht die Frage „Müssen wir berichten?“ deshalb nicht aus. Ebenso entscheidend ist: Wie widerstandsfähig ist unser Geschäftsmodell – und wie überzeugend können wir das gegenüber unseren Kapitalgebern belegen?
Nachhaltigkeitsdaten, Risikomanagement und eine glaubwürdige Transformationsstrategie werden damit zu wesentlichen Grundlagen strategischer Entscheidungen.
Governance schafft die Verbindung zwischen regulatorischen Anforderungen und langfristiger unternehmerischer Wertschöpfung.
Mein herzlicher Dank gilt Claudia Royé und Uta-Bettina von Altenbockum vom Deutschen Aktieninstitut für ihre wertvolle Unterstützung bei der Durchsicht des Papers und ihre hilfreichen Rückmeldungen. Alex Kontoleon von The Digital Economist danke ich ebenfalls sehr herzlich für seine großartige Unterstützung.